AUSSTELLUNGEN 2011

AUSSTELLUNGEN 2011

Johann Weyringer
FRÜHE ZEICHNUNG

im Salzburg Museum
23.10. 2011 - 22.1.2012

PROJEKTVORSCHAU 2012

Lithografie-Zyklus Aphrodite
Erscheinungstermin 2012

AKTUELLE PROJEKTE

JOHANN WEYRINGER
ΧΡΙΣΤΩΣΥΝΕΣΤΙΓΜΑΤΙΣΜΑΙ
Maria Magdalena begegnet dem Auferstandenen - Ostern 2012
Eitempera, Japantusche auf Leinwand, 2012  200 x 140 cm

Der Heilige Franziskus auf Lampedusa

Ulme 2008-2010
Höhe 3,33 m , Basisumfang 3,56 m

Weyringers Heiliger Franziskus auf Lampedusa ist dort, wo er heute gebraucht wird, an den Brennpunkten unserer globalisierten Gesellschaft, dort, wo die Dritte Welt und das Abendland aufeinanderprallen, die Machtstrukturen der Mafia und der Schlepperei ihr Unwesen treiben. Der Heilige Franziskus hilft den Bootsflüchtlingen, zieht Mann und Frau aus den Wellen des unbarmherzigen Meeres. Mann, Frau, ein Kind, dargestellt im Stil afrikanischer Plastik – Figuren, angeregt von den Skulpturen der Fang-Kultur. Afrikanische Kunstwerke haben die Kunst des Abendlandes immer wieder angeregt und inspiriert. Franziskus sprach mit den Vögeln und den Tieren. Die Rückseite des mächtigen Heiligen zeigt die Tiere des Meeres und die Tiere der Lüfte. 

Der Heilige Franziskus setzt sich für die Erniedrigten und Leidenden ein, hilft ihnen, richtet sie auf, spricht sie als Bruder und Schwester an – wie Jesus Christus im Evangelium. Kommunikation unter den Kreaturen, Kommunikation unter den Menschen, zwischen den Kulturen, Barmherzigkeit als Ausdruck tiefster Menschlichkeit ist die anklagende aber auch sehr positive Botschaft dieser Skulptur.

Artikel in den Salzburger Nachrichten vom 30.03.2011

SCHIRM - Hommage an Filippo Brunellschi - Kuppel von Santa Maria del Fiore, Florenz

Von der Idee, die sieben Himmelssphären aus Dantes Göttlicher Komödie auf einem Schirm darzustellen blieb eine Kuppel voller himmlischer Wesen, die Weyringer in Form von weiblichen Akten darstellt. In zwei Reihen bilden jeweils 8 Figuren einen äußeren und einen inneren Kreis. Von der Wanderung durchs himmlische Paradies durch die verschiedenen Sphären - von den unteren zu den höheren Sphären - wird der Weg immer leichter und unbeschwerlicher. Können die Wesen der äußeren Reihe sich noch nicht erheben, liegen und sind mit dem Boden verhaftet, so schweben diese seligen Wesen des Schirminneren bereits in höheren Sphären oder blicken uns von oben herab an. Weyringer vermag in diesem grafischen Konstrukt aus weiblichen Engeln einen Blick in ein Himmelsgewölbe, das wie eine  Kuppel gedacht ist und als Schirm einen besonderen Regenschutz bietet.

© Johann Weyringer 2009
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